Hexenküche: Die Rezeptsammlung zur alternativen Herstellung von Alltagsprodukten.

 

Rezept-Bücher

Hier finden Sie Hinweise auf Bücher mit Rezepten und weiteren Informationen aus dem Bereich Hexenküche.
Die Aufstellung wird nach und nach erweitert. Gerne nehmen wir auch Ihre Vorschläge auf.

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Feuerwerk

Laut Sprengstoffgesetz darf Feuerwerk nur von Personen hergestellt werden, die eine Prüfung abgelegt haben. Die in den Büchern angegebenen Mischungen können schon bei geringem Druck, z.B. beim Mischen, explodieren.
Die angegebenen Rezepte sind daher wegen der Gefährlichkeit nur zur Information gedacht.
Wenn Sie die Mischungen trotzdem herstellen sollten, so setzen Sie bitte zu Ihrer eigenen Sicherheit nur ganz geringe Mengen ein.

Hinweis zu den Nachdrucken der Feuerwerkbücher (Auszug zum Buchkommentar von Torsten):
Wer die Mischungen aus diesen Büchern ausprobiert, begibt sich ernstlich in höchste Gefahr. Damit ist nicht gemeint, daß das Hantieren mit Feuerwerkskörpern immer eine gewisse Gefahr darstellt, nein, wer achtsam und mit neuesten Erkenntnissen an die Sache herangeht, kann die Gefahr ernsterer Unfälle sicher auf ein Minimum reduzieren. Anders aber, wer nach diesen Büchern vorgeht: Längst ist bekannt (leider auch aus vielen Unfällen heraus), daß Mischungen von Chloraten mit Schwefel nicht nur sehr sensibel auf Reibung und Schlag reagieren (dann rappelt es nämlich), sondern daß solche Mischungen die Tendenz aufweisen, sich bei längerer Lagerung durch Bildung von Chlorsäurespuren selbst zu entzünden. In diesen Büchern wird in unzähligen Mischungen Kaliumchlorat mit Schwefel gemischt.

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Die moderne Kunstfeuerwerkerei. Eine Anleitung für Dilettanten.

von Karl Gelingsheim - Nachdruck des Buches aus dem Jahre 1913

Das vorliegende Werkchen hat nicht die Ambition, ein Lehrbuch der Kunstfeuerwerkerei sein zu wollen; es soll nur Freunden und Dilettanten dieser schönsten und interessantesten aller Liebhaberkünste in knapper Form die Wege weisen, um sie in den Stand zu setzen, außer den herkömmlichen Feuerwerkskörpern sich auch in der Herstellung solcher zu versuchen, die bisher wohl zumeist nur von Berufsfeuerwerkern angefertigt wurden, wobei insbesondere auf neuere Erfindungen und Erfahrungen das Hauptgewicht gelegt wurde. (Vorwort von Dr. Gelingsheim aus dem Jahre 1913)

Beispiel aus dem Buch: Zündpapier
Zuweilen ereignet sich die Notwendigkeit einer Flächenzündung, wozu das Zündpapier dient.
Bogen aus geleimtem Papier werden mit Dextrinkleister bestrichen und dieser Anstrich mit Mehl-Schwarzpulver über und über bestreut, so dass die ganze Fläche schwarz erscheint und keine hellen Flecken sich zeigen.
Nachdem der Anstrich getrocknet, werden die Bogen auf der Kehrseite ebenso behandelt und ungerollt aufbewahrt.

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Die Feuerwerkerei als Liebhaberkunst

von Franz Sales Meyer - Nachdruck des Buches aus dem Jahre 1898

Die Feuerwerkerei hat eine ernste und heitere Seite; darnach unterscheidet man zwischen Kriegs- und Lustfeuerwerkerei. Die letztere ist ein beliebtes Mittel der Festverzierung, für dieses Buch kommt sie allein in Betracht.
Die Herstellung der Feuerwerke ist in erster Linie Sache der Feuerwerker von Beruf. Es hat aber auch von jeher Leute gegeben, die als Laien und aus Liebhaberei feuerwerken. Das ist begreiflich, weil wenige der zahlreichen Liebhaberkünste so interessant sind, wie die Feuerwerkerei. Erfreut das Werk, wenn es gelungen ist, die geladenen Zuschauer auf eine Viertelstunde, so bereitet es dem Anfertiger schon Wochen vorher Stunden anregender Tätigkeit, wie sie jede Arbeit bringt, welche Geschicklichkeit und geistige Überlegung erfordert.
Das vorliegende Buch wird sich bemühen, unter Weglassung alles Überflüssigen, das Wichtigste kurz und klar vorzutragen und dementsprechend auch die Rezepte auf eine bescheidene Zahl zu beschränken. (Vorwort von Franz Sales Meyer aus dem Jahre 1898)

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Die Feuerwerkerei oder die Fabrikation der Feuerwerkskörper

von August Eschenbacher - Nachdruck des Buches aus dem Jahre 1897

Der Verlag über das Buch: Standardwerk der Pyrotechnik
Eine Darstellung der gesammten Pyrotechnik, enthaltend die vorzüglichsten Vorschriften zur Anfertigung sämmtlicher Feuerwerksobjecte, als aller Arten von Leuchtfeuern, Sternen, Leuchtkugeln, Raketen, der Luft- und Wasserfeuerwerke, sowie einen Abriss der für den Feuerwerker wichtigen Grundlehren der Chemie. Für Pyrotechniker und Dilettanten leichtfasslich dargestellt
Ein wirklich umfassendes Werk der Pyrotechnik, dass als Klassiker unter den Pyrotechnikern gilt. Auf über 270 Seiten werden zahlrieche Bereiche der Pyrotechnik beleuchtet. Wie der Untertitel des Buches schon aussagt, wird insbesondere auf die Fabrikation der Feuerwerkskörper Wert gelegt, und dies sehr leicht für Laien verständlich.

Auszug aus dem Buch: Japanische Blitzähren
Dieses hübsche Zimmerfeuerwerk wird dargestellt, indem man aus feinem Seidenpapier schwach kegelförmige Röhrchen von der Dicke eines Strohhalmes anfertigt und dieselben mit der folgenden Mischung füllt: 37 Teile Salpeter, 10 Teile Holzkohlepulver, 15 Teile Schwefelpulver.
Die mit der Masse gefüllte Hülse wird an dem dickeren Ende angezündet. Das Röhrchen brennt anfangs mit schwacher Flamme, bildet aber bald ein glühendes Kügelchen, welches nach allen Seiten kleine, blitzartige Funken aussendet.

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Das Feuerwerksbuch von 1420
Faksimile mit Übertragung in modernes Deutsch

von Manuel Baetz

Als das erste technische Buch in deutscher Sprache und gedruckter Form ist das vorliegende Feuerwerksbuch zu bezeichnen. Die wenigsten haben es jemals in seiner Gesamtfassung vor sich gehabt, meist wird und wurde es nur in Auszügen wiedergegeben. Dies ist umso bedauerlicher, da es sich im das erste deutsche Buch der Pyrotechnik handelt, und es für 2 Jahrhunderte schlechthin DAS Lehrbuch der Feuerwerker, Büchsenmacher und Pulverhersteller war. Geeignet für Historiker, geschichtlich interessierte Personen, Chemiker, Feuerwerker, Pyrotechniker, Böllerschützen, Museen ... und viele andere mehr (Text vom Verlag).

Auszug aus dem Buch: Wie man aus verdorbenem Pulver wieder gutes Pulver macht
Ist ein Pulver durch Alter verdorben, und der Salpeter ist immer noch darin und er ist gut, so nimm das Pulver und koche es mit gutem Wein und rühre es gut, bis es sich vor Dicke nicht mehr rühren lassen will. Und gib dann frische Kohle dazu, so viel als du davon brauchst, und gib das dann in einen guten alten Sack, und hänge den Sack in eine heiße Stube, bis das Pulver gut getrocknet ist.

Kosmetik

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Das Rezeptbuch für Naturkosmetik

von Stephanie Faber

Tag für Tag kaufen Frauen in Parfümerien für viel Geld Kosmetika ein, die Ihnen Schönheit und Jugend verheißen. Was diese Cremes, Lotionen und Gesichtsmasken an Grundsubstanzen enthalten, kann man meist für weitaus weniger Geld in jeder Apotheke oder jedem Reformhaus beziehen - mit dem Unterschied, dass die Schönheitsmittel, die man sich aus frischen Zutaten selbst verfertigt, frei sind von chemischen Konservierungsmitteln, ohne die das teure Industrieprodukt nicht jahrelang haltbar bliebe.
Kosmetische Mittel selbst herzustellen ist kinderleicht. Abgesehen von den Töpfen und Geräten, die in jeder Küche sowieso vorhanden sind, braucht man dazu nur eines: gute Rezepte.
Dieses Buch beinhaltet mehr als 300 der besten Rezepte von Stephanie Faber für Gesichtsreinigungsmittel, Lotionen, Pflege- und Nährcremes, Gesichtspackungen und -masken, Badezusätze, Haarpflegemittel, Rasierwässer, Körperöle...(Text vom Verlag)

Auszug aus dem Buch: Pfefferminz-Hautcreme
Zutaten:
5 g Kakaobutter, 4 g Bienenwachs, 10 g Lanolin anhydrid, 10 g Weizenkeimöl, 10 g Traubenkernöl, 20 g Avocadoöl, 40 g Hamameliswasser, 3 Tropfen Pfefferminzöl
Herstellung:
Auf dem kochenden Wasserbad werden zuerst die ersten drei Zutaten geschmolzen. Sobald die Fettschmelze klar ist, geben Sie die Öle dazu und erwärmen alles auf 60 Grad. Daneben das Hamameliswasser ebenfalls auf 60 Grad erwärmen. Mit dem Handrührmixer auf kleinster Stufe in die Fettschmelze einrühren. Sobald die Creme handwarm abgekühlt ist, das Pfefferminzöl einträufeln. Das Pfefferminzöl ist sehr intensiv, sowohl in seinem Geruch als auch in seiner Wirkung, deshalb sollte man vorsichtshalber das Öl mit einer kleinen Pipette einträufeln. Weiterrühren, bis die Creme erkaltet, in Cremetöpfchen abfüllen.
Wirkung:
Bedingt durch ihren Gehalt an wertvollen Pflanzenölen und dem heilwirksamen Pfefferminzöl, ist diese fein verstreichbare, mild nach Pfefferminze duftende Creme eine Wohltat für schlecht durchblutete, unreine und großporige Haut. Tragen Sie die Creme nach der gründlichen Gesichtsreinigung und Nachbehandlung mit Gesichtswasser hauchdünn auf, und nehmen Sie überschüssige Fettspuren nach kurzer Einwirkzeit mit einem Papiertüchlein ab. So können Sie die Creme als Tages- und Nachtcreme verwenden.

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Honigmilch und Rosenwasser
Alte und neue Rezepte für natürliche Schönheit

von Christine Recht

Sich wohlfühlen in der eigenen Haut, gesund, gepflegt und schön aussehen, dieser Wunsch ist so alt wie die Zeit. Wie sich Pflege- und Schönheitsmittel aus einfachen, frischen Zutaten, ohne Konservierungsstoffe, problemlos in der eigenen Küche herstellen lassen, verrät Christine Recht in diesem liebevoll gestalteten Buch. Sie hat dafür zahlreiche Rezepte von Cremes, Gesichtswässer, Shampoos, Badezusätze und vieles mehr aus alter und neuer Zeit gesammelt, alle basierend auf natürlichen Zutaten wie Kräutern, Duft- und Pflanzenölen, die sich im eigenen Garten finden oder die man für wenig Geld in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen kann. Bereichert wird dieses wunderschöne Buch außerdem durch wertvolle Tips einer Bäuerin aus dem Schwarzwald.

Auszug aus dem Buch: Hausmittel gegen Pickel
1 Teelöffel Lindenblüten, Kamillen, Salbei oder Klettenwurzel werden mit heißem Wasser übergossen. Den Aufguss lässt man 10 Minuten ziehen. Dann wird ein Wattebausch in die Flüssigkeit getaucht und so heiß wie möglich auf den Pickel gelegt. Das macht man mehrmals am Tag. Wird der Pickel reif, geht er entweder von alleine auf oder er kann mit sauberen Fingern ausgedrückt werden. Nicht quetschen, nur leicht drücken. Danach desinfiziert man die Stelle mit Alkohol und betupft sie mit Hamameliswasser.

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Naturkosmetik und Parfum selbstgemacht

von Manfred Neuhold

Das Buch beschreibt in verständlicher Weise die Herstellung von Naturkosmetik . Alle Zutaten sind nicht teuer und können von Laien leicht hergestellt werden . Es bringt einfach Spaß dieses Buch zu Lesen . Es bringt einem die Vielfalt der Natur noch näher. Empfehlenswert, da hier mit Kräutern gearbeitet wird und nicht wie in vielen anderen Büchern zu diesem Thema mit zig Inhaltsstoffen die man teuer über den Versandhandel beziehen muss und die selbstgemachte Kosmetik zu einem teuren Hobby machen.

Liköre und Schnäpse

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Likörbereitung

von Herbert George

Selbstgemachte Liköre gehörten ehemals zum festen Bestandteil einer gut geführten Hauswirtschaft, besonders im bäuerlichen Bereich. Jede Landschaft hatte ihre Schnaps- und Likörspezialitäten und hat sie zum Teil noch heute. Manche Rezepte wurden von Generation zu Generation in den Familien weitergegeben. Man war stolz auf seinen Selbstgemachten. Die Stadt war fern, und das Geld war knapp. So blieben die gekauften Schnäpse die Ausnahme. Man hatte ja viele Rohstoffe für einen Likör im eigenen Garten und preiswerten Korn zum Ansetzen gab es im Kolonialwarenladen oder man hatte selbst gebrannt. Damit wurde nach überlieferten Rezepten selbst angesetzt. Inzwischen können Likörbereiter nach den fachmännischen Anleitungen dieses Buches aus den wohlschmeckenden Gewächsen des Gartens und des Feldes gute Liköre selber machen. (Auszug aus dem Vorwort von Herbert George)

Ein Rezept aus dem Buch: Mokka-Sahne-Likör
Zutaten:
200 ml süße Sahne, 300 ml Zuckerlösung, 30 ml Eiweiß, 1/4 Päckchen Vanillezucker, 10 g Pulverkaffee, 100 ml Weinbrand, 220 ml Sprit, Wasser bis zur 1-Liter-Marke
Herstellung:
Sahne, Zuckerlösung, Eiweiß, Kaffee und Vanillezucker mit dem elektrischen Rührgerät oder im Mixer mischen. Alkohol in feinem Strahl zugeben und bis zur 1-Liter-Marke mit Wasser auffüllen.
Die Farbe kann bei Bedarf mit Zuckerkulör korrigiert werden. Der Likör ist nicht lange haltbar und sollte deshalb bald verbraucht werden.

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Ansatzschnäpse

von Walter Gaigg

Edle Tropfen können Sie nach Walter Gaiggs ausgewählten Rezepten mühelos selbst ansetzen: ob traditionelle Schnäpse aus heimischen Früchten, Kräutern und Beeren oder neue, ausgefallene Liköre aus Wildkräutern und Blüten. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur Herstellung von feinen Likören, Schnäpsen, Frucht- und Schaumweinen wissen wollen. (Verlagstext zum Buch)

Ein Rezept aus dem Buch: Fichtenwipferlgeist
Zutaten:
1 Liter Korn, 2 Handvoll (1-2 cm lange) Fichtenwipferl (Fichtentriebspitzen), Kandiszucker
Herstellung:
Die Fichtentriebe kommen mit ein wenig Kandiszucker und dem Korn in ein Glasgefäß, das dann, gut verschlossen, für eine Woche an einen sonnigen Platz gestellt wird. Danach wird es noch weitere vier Wochen an einem warmen, aber nicht mehr sonnigen Ort aufbewahrt. Dann wird filtriert und eventuell mit Kandiszucker nachgesüßt.
Der Geist sollte noch einige Monate im Keller nachreifen.

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Heilschnäpse und feine Liköre

von Nenna von Merhart

Leider ist das Buch nicht mehr über den normalen Buchhandel lieferbar, über ein Antiquariat sollte es aber erhältlich sein.

Wer wollte nicht immer schon für sich oder seine besonderen Gäste ein Gläschen duftigen Veilchen-, Rosinen- oder Orangenlikör, einen würzigen Nußlikör selbst fabrizieren und damit Freude bereiten?
Dieses Buch enthält 100 der besten Hausrezepte zur eigenen - einfache - Herstellung von bewährten Heilschnäpsen und feinen Gesundungsgetränken, die in ihrer natürlichsten Zusammensetzung alle käuflichen Liköre, Kräuterbitter und Schnäpse aus dem Feld schlagen. (Verlagstext zum Buch)

Ein Rezept aus dem Buch: Orangenblütenlikör
Zutaten:
50 g Orangenblüten, 1 Liter hochprozentiger Alkohol, 300 g Zucker, 1/2 Liter Wasser
Herstellung:
Die Zeit, da im Süden die Orangenbäume in voller Blüte stehen, sollten Sie nützen, diesen herrlichen Likör anzusetzen. Lassen Sie 50 g Orangenblüten 4 Tage lang im Alkohol ziehen. Dann filtern Sie die Mischung und fügen den in Wasser aufgelösten Zucker dazu. Füllen Sie den Likör in Flaschen.

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Geheimrezepte für Liköre und Schnäpse

von Apotheker Heinrich Müllers

Leider ist das Buch nicht mehr über den normalen Buchhandel lieferbar, über ein Antiquariat sollte es aber erhältlich sein.

Vor über 80 Jahren schrieb der Hamburger Apotheker Heinrich Müller seine ganz geheimen Rezepte für Hochprozentiges nieder. Was damals schon gegen Beschwerden und Zipperlein geholfen hat, ist auch heute noch aktuell. In diesem Buch finden Sie seine Rezepturen nebst Anleitungen zur Herstellung und viele Faustregeln und Extratipps für Zutaten, Heilwirkungen und originellen Verpackungen. (Verlagstext zum Buch)

Ein Rezept aus dem Buch: Estragonlikör
Zutaten:
1 Liter Weingeist (40 Vol.-%), ein bis zwei frische Estragonzweige, Zucker
Herstellung:
Geben Sie einfach den Weingeist in eine saubere Flasche und stecken Sie die frischen Estragonzweige kopfüber hinein. Nach zwei Tagen, wenn sich die Flüssigkeit hellgrün verfärbt hat, werden sie wieder entnommen. Dann den Ansatz kosten und soviel Zucker zugeben, wie es Ihrem Geschmack entspricht. Wenn sich der Zucker vollkommen gelöst hat (nach ein paar Tagen), ist der Likör fertig. Lassen Sie ihn aber besser noch zwei Wochen im Keller stehen, dann gewinnt er an Geschmack.

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Meine Schnapsfibel
Geistvolle Getränke für jedermann

von Helga Werner

Leider ist das Buch nicht mehr über den normalen Buchhandel lieferbar, über ein Antiquariat sollte es aber erhältlich sein.

Ein hausgemachtes Schnäpschen zum Willkomm ist immer beliebt, und auch manche kleine Unpäßlichkeit kann man damit lindern - durch Einnehmen oder Einreiben. Selbstgesammelte Kräuter und Früchte - zum Teil aus dem eigenen Garten - werden je nach Jahreszeit in Weingeist angesetzt, und nach einigen Wochen oder Monaten gibt es eine neue Hausspezialität, die sich auch als preiswertes Geschenk eignet - zur Freude aller. (Verlagstext zum Buch)

Ein Rezept aus dem Buch: Melissengeist
Zutaten:
2 Handvoll Melissenblätter, 2 ungespritzte Orangen, 3 ungespritzte Zitronen, 1 TL Anis, 1 TL Fenchel, 1 TL Kümmel, 1/4 Liter Weingeist oder 1/2 Liter Ansatzkorn, 500 g Zucker
Herstellung:
2 Handvoll Melissenblätter kalt waschen, abtropfen lassen, in ein Gefäß mit breiter Öffnung geben; die Schalen von 2 ungespritzten Orangen und 3 Zitronen abreiben, zugeben; mit je 1 Teelöffel Anis, Fenchel und Kümmel versetzen, mit 1/4 Liter Weingeist oder 1/2 Liter Ansatzkorn aufgießen; Gefäß verschließen und für mehrere Wochen warm stellen. 500 g Zucker mit 1/2 Liter Wasser aufkochen, auskühlen lassen und dem Melissenansatz zufügen; durchschütteln, filtrieren und in Flaschen abfüllen, einige Wochen kühl lagern.

Oberflächenbehandlung von Holz

von Sam Allen

Eine grundlegende Einführung in die traditionelle Oberflächenbehandlung von Holz.
Dieses Buch bietet die traditionellen Methoden und  Rezepturen der Holzbehandlung. Sehr ausführlich wird die althergebrachte Art der Schellackpolitur behandelt, dann diverse andere Lacke, Öle und Wachse, Schleifmittel und Beizen sowie  kaseinhaltige Farblasuren.

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Die Sonnenuhr oder praktische Anleitung, die Zeit zu bestimmen (1864)

von Heinrich Göring

Das Buch widmet sich der Kunst, die Zeit bis auf die Minute nach dem Stand der Sonne zu messen. Es erklärt, wie man Horizontal- und Vertikal-Sonnenuhren konstruiert und welche mathematischen Berechnungen je nach Standort der Uhr notwendig sind. Eine Tabellensammlung sowie zwei Tafeln mit Illustrationen, die bis ins Detail verschiedene Ausführungen von Sonnenuhren zeigen, vervolllständigen das Buch, das jedem Tüftler und Freund der gnomischen Zeitmessung empfohlen sei. (Verlagstext)

cover Holzspielzeug selbst gemacht: Häuser, Städte, Burgen

Reprint

Kleines aber feines Holzspielzeug-Bastelbuch aus der Zeit unserer Großeltern. Enthält eine Fülle von Anregungen und Anleitungen, um absolut spielgerechte Holzfiguren nach klassischen Vorbildern selbst zu machen: ein Bauernhof mit Tieren, unterschiedliche Pferdefiguren, Enten zum Nachziehen, pickende Hühner und andere bewegliche Modelle, Steckenpferde und Schaukelpferde in verschiedenen Variationen. (Verlagstext)

cover Holzspielzeug selbst gemacht: Allerlei Tiere

Reprint

Kleines aber feines Holzspielzeug-Bastelbuch aus der Zeit unserer Großeltern. Enthält eine Fülle von Anregungen und Anleitungen, um absolut spielgerechte Holzfiguren nach klassischen Vorbildern selbst zu machen: ein Bauernhof mit Tieren, unterschiedliche Pferdefiguren, Enten zum Nachziehen, pickende Hühner und andere bewegliche Modelle, Steckenpferde und Schaukelpferde in verschiedenen Variationen. (Verlagstext)

Das Beizen, Schleifen und Polieren (1891)

Wilhelm Schmidt

Schon zu seiner Entstehungszeit ein Standardwerk und für den heutigen Praktiker eine wahre Fundgrube und Schatzkästlein. Man erfährt, was die Meister früher über das Holz und seine Behandlung wußten, lernt ihre geheimen Rezepturen für Beizen, für vielerlei natürliche und künstliche Färbemittel kennen. Schließlich beschreibt das Buch die uralte Kunst des Polierens. Mit einem Kapitel über die Behandlung von Knochen und Elfenbein. (Verlagstext)

Auszug aus dem Buch: Braune Holzbeize
Wenn man die im Herbst gesammelten grünen Schalen der Wal- oder Welschnüsse dörrt oder einfach längere Zeit trocknet, und hiervon einen Absud in Wasser, den man gebrannten Alaun zusetzt, macht, so kann man mit dieser Beize dem Holz eine braune Farbe erteilen. Wenn man neue Eichenmöbel unpoliert oder gewachst in einen dicht verschlossenen Raum bringt, in welchem man auf einigen Tellern Salmiakgeist aufgestellt hat, so nehmen die hellen Eichenmöbel nach 24 Stunden eine antikbraune haltbare Färbung an.

cover Die practische Mühlen-Baukunst (1789)

Ernst Christian August Behrens

Dieses hochinteressante Werk beschreibt alles, was zum Bau von Wind- und Wassermühlen gehört: die Konstruktion des Gebäudes, das Mahlwerk einschließlich sämtlicher mechanischer Teile, den Antrieb und die Besonderheiten in der Nutzung. Das Buch ist somit eine Bestandsaufnahme des damals üblichen Mühlenbaus. Mit Illustrationen. (Verlagstext)

cover Die Restauration alter und schadhaft gewordener Gemälde (1846)

J.C.G. Hampel

Ein hochinteressantes Lehrbuch aus der Zeit vor der Einführung industriell gefertigter Farben und anderer Mal- und Restaurierungsmittel. Geschildert wird, wie man Bilder reinigt, ausbessert und konserviert, auf einen neuen Untergrund aufzieht und firnißt. Unentbehrlich für den heutigen Praktiker, der sich in seiner Freizeit oder berufsmäßig mit Restaurierung von historischen Gemälden befaßt. Ein Schatzkästlein voller uralter Rezepturen und sonstiger Geheimnisse der alten Meister! (Verlagstext)

cover Das Restaurieren alter Bücher (1927)

Paul Adam

Kurzgefaßte, sehr inhaltsreiche Einführung in Restaurierung und Konservierung. Das kulturgeschichtlich hochinteressante Werk vermittelt grundlegende Kenntnisse über den Buchaufbau und angemessene Restaurierungsmaßnahmen, von der Heftung bis hin zu Ornamentierungen. (Verlagstext)

cover Die Kunst, Kupferstiche zu restauriren (1859)

Alfred Bonnardot

Dieser Leitfaden aus der Zeit der frühen Industrialisierung ist durch seine anschauliche und allgemeinverständliche Darstellung und durch hohen Praxiswert auch heute noch außerordentlich interessant, und dies nicht nur für Fachleute, sondern für alle, die sich mit alten küntlerischen Techniken und der Restaurierung von Papier befassen. Ein geradezu spannend geschriebenes Buch, das viel kunst- und kulturgeschichtliches Wissen über das Material Papier und dessen künstlerisch - technische Handhabung vermittelt. (Verlagstext)

cover Werkstattpraxis für den Bau von Gleit- und Segelflugzeugen (1955)

Hans Jacobs, Herbert Lüc

Nach diesem Handbuch fertigten Jahrzehnte Vereine, Werkstätten und Luftsportgruppen ihre Segelflugzeuge. Das Werk erlebte von 1932 - 1955 sieben Auflagen. Enthalten ist alles, was an Theorie und Praxis zum Flugzeugbau gehört. Breiten Raum nehmen Sicherheitsfragen und Materialprüfungen ein. Gesucht wird das Buch heute für Reparatur, Nachbau und Wartung älterer Flugzeugmodelle. (Verlagstext)

cover Faltboote selbst gemacht (1925)
Anleitung zum Bau von Zwei- und Dreisitzern und eines Einers

Josef Locher

Schnell auf- und abgebaut und stets transportbereit ist das Faltboot ideal für Flußwanderungen; dazu noch von eigener Hand gebaut, wird der Sport schnell zum doppelten Vergnügen! Dieses kompakte Anleitungsbuch aus der Zeit unserer Väter zeigt Schritt für Schritt, wie man ein zweisitziges geräumiges Wanderboot selbst macht, daneben eine Konstruktion als Einsitzer, schließlich eine Möglichkeit der Besegelung. Mit drei großformatigen Modellbögen, die bis ins Detail die konstruktiv-technischen Gegebenheiten abbilden. (Verlagstext)

cover Paddelboote selbst gemacht (1920)
Anleitungen zum Bau von Ein- und Zweisitzer- Scharpiekanus in verschiedener Ausführung

Kurzgefaßter Leitfaden mit Anleitungen und Arbeitsvorlagen zum Kanubau. Das Buch enthält Bauanleitungen für ein einfaches und laut Autor "ohne jegliches Vorkenntnis auszuführendes" einsitziges Kanu, einen Einsitzer mit Schotten sowie ein Sharpie-Paddel-Kanu als Zweisitzer. Vom Bootsboden bis hin zum Paddel sind alle Baulemente beschrieben und abgebildet. 5 großformatige Modellbogen verzeichnen sämtliche Einzelteile in maßstabgerechten Ansichten. Ideal für den Do-it-yourself begeisterten Wassersportler! (Verlagstext)

 

Diverses

Die Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren.

von Hermann Koch, Hans Fuchs

Dieses Buch gilt seit vielen Jahren als das Standardwerk der Herstellung von Fleischerzeugnissen.
Mit über 1200 Rezepten und Rezeptvariationen ist dieses Buch für jeden Praktiker der Branche ein unverzichtbares Nachschlagewerk.

Die Lack- und Firniß-Fabrikation in ihrem ganzen Umfange (1859)

Emil Winckler

Ein Werk aus der Zeit der frühen Industrialisierung. Es verzeichnet neben den in Werkstätten und Laboratorien benutzten Gerätschaften auch die Rezepturen zur Herstellung von Lacken und Firnissen. Die ebenfalls beschriebenen Kitte, Beizen, Farben und deren Mischungen sind heute hochinteressant. Gezeigt wird außerdem, wie man schleift, grundiert, verziert, repariert und Lackierungen aufbringt. (Verlagstext)

Auszug aus dem Buch: Herstellung eines fetten Bernsteinlackes nach Freudenvoll
Man nimmt 1/2 Pfund schönen klaren Bernstein, bricht ihn mit einer scharfen Zange in kleine Stücke von der Größe einer Bohne und bringt solche in einen neuen gut gebrannnten, glasierten, irdenen Topf, welcher hinlänglich geräumig sein muß, und schmilzt auf gelindem Kohlenfeuer. Dabei muß der Topf gut zugedeckt sein. Fängt der Bernstein an zu dampfen, so nimmt man den Topf vom Feuer, öffnet ihn behutsam und rührt mit einem kupfernen oder porzellanenen Spatel gut um und wiederholt diese Operation zwei bis dreimal, bis der Bernstein vollständig geschmolzen ist. Alsdann setzt man 4 Loth vorher zum Sieden gebrachten hellen Leinölfirniß und 1 1/2 Pfund ebenfalls vorher zum Sieden gebrachtes Terpentinöl nach und nach und unter beständigem Umrühren zu und läßt entweder absetzen oder filtriert den fertigen Lackfirnis durch Werg.

cover Giacomo Perini's Schweizerzuckerbäcker (1893)
oder genaue Unterweisung zur Anfertigung aller in der Konditorei vorkommende Arbeiten

Giacomo Perini

- mit mehr als 1000 vorzüglichen Rezepten Rezept- und Anleitungsbuch für berufsmäßige und Laien-Konditoren. Die Rezepte beschreiben die Herstellung von Süßspeisen und würzigen Gebäcken sowie von alkoholischen und erfrischenden Getränken. Ob Kuchen, Torten und Konfekt oder Puddings, Pasteten, Limonaden, Sorbets, Eiscremes und Liköre - die an die tausend Rezepte bieten eine einmalige Fülle. Die Zeichnungen zeigen kunstvolle Arrangements und Details. Lehrreich und genußvoll für Fachleute und Gourmets! (Verlagstext)

Auszug aus dem Buch: Anisspringer
500 g Zucker werden mit 4 ganzen Eiern schaumig gerührt, 20 g gewaschenen Anis zugesetzt und mit 500 g Mehl angewirkt, 1/2 cm dick ausgerollt, in gestochene Holzformen gedrückt, gleichmäßig zerteilt, auf gewachste Bleche gesetzt, über Nacht trocknen lassen und bei mittlerer Hitze gebacken.

cover Die tierischen Leime (1950)

Josef M.Greber / E. Lehmann

Die umfassende Studie bietet einen Überblick über die Verwendung tierischer Leime von der Antike bis zum 19. Jahrhundert, als rationelle Fabrikationsmethoden die handwerkliche und kleingewerbliche Leimsiederei ablöste. Anschließend werden 1950 übliche Herstellungsmethoden von Leimen und deren Verwendung in Industrie und Handwerk geschildert, mit grundlegenden Rezepturen. Eine wertvolle Quelle! (Verlagstext)

cover Die Bein- und Hufleiden der Pferde (1897)
ihre Entstehung, Verhütung und arzneilose Heilung

Peter Spohr

Der seinerzeit in Fachkreisen sehr bekannte und äußerst erfolgreiche Autor Oberst Peter Spohr hat jahrzehntelang systematisch Erfahrungen von Anwendern seiner Naturheilverfahren ausgewertet und publiziert. Das jetzt als Reprint wieder lieferbare Werk (nach der 6. Auflage von 1897) sollte zur Pflichtlektüre aller Pferdefreunde gehören. (Verlagstext)

cover Wiederentdecktes Gemüse

Elisabeth Scotto, Christine Fleurent

Kartoffeln mit Trüffelaroma, Wurzelgemüse wie Kerbelrüben und Knollenziest, Bataten und die mit der Sonnenblume verwandten Topinamburs, Kürbisse, Kardonen, Mangold; Rauke oder Löwenzahn und Portulak, die eine Zeitlang nur als lästige Unkräuter angesehen wurden: Alles Gemüse, die aus unseren Gärten und von den Märkten verschwunden waren, werden jetzt wiederentdeckt. Auf unseren Märkten sind sie zu finden.
Dieses Buch stellt die neuen alten Gemüse vor, mit einer großen Auswahl an Rezepten. (Verlagstext)

cover Praktisches Handbuch der Lackir-, Vergoldungs-, Bronzir-, Beiz-, Färbe- und Polirkunst (1852)
Ein unentbehrliches Handbuch für Schreiner, Drechsler, Ebenisten, Sattler, Wagner, Buchbinder, Lackirer und Klempner

H. Miehr

Arbeitsanleitungen für die Oberflächenbehandlung kunsthandwerklicher Objekte. Ein praktischer Erfahrungsschatz vorangegangener Jahrhunderte. Behandelt wird das Lackieren mit Leinöl, Terpentinölfirnissen und Spirituslacken, das Beizen und Färben mit pflanzlichen und tierischen Farbstoffen, das Vergolden und das Polieren, unter anderem mit Schellack und Bienenwachs. Wichtig für Hobbywerker, professionelle Handwerker, Kunsthistoriker und Restauratoren. (Verlagstext)

Auszug aus dem Buch: Glanzvergoldung auf Gipsverzierungen, Figuren u. dergl.
Man schleift die Arbeit, die vergoldet werden soll, mit starkem Schachtelhalm recht fein, kehrt dann allen dadurch entstandenen Staub mit einem Haarpinsel gut ab und überstreicht das Ganze mit einem ziemlich starken Leimwasser von Hausenblase oder Pergamentleim. Wenn dieser Anstrich gut trocken ist, gibt man einen zweiten und, ist auch dieser trocken, einen dritten. Nachher überschleift man wieder mit Schachtelhalm, damit die etwa durch das Leimwasser entstandenen Unebenheiten entfernt werden und wischt den Staub ab. Zuletzt wird das Ganze mit einem Stück Wildleder gut aber behutsam abgerieben; dann nimmt man ein Poliment und reibt es auf einer Glasplatte im Wasser recht fein. Um genau zu wissen, ob es fein genug ist oder nicht, nimmt man etwas davon an den Finger und bringt es zwischen die Zähne; knirscht es noch, so setzt man das Reiben fort, bis es bei späteren Versuchen nicht mehr knirscht. Nun bringt man es in ein Glas oder porzellanenes Gefäß, verdünnt es mit noch mehr reinem Wasser und gibt damit drei Aufträge. Es wird so gleichmäßig als möglich aufgestrichen und nicht eher ein neuer Auftrag gegeben, bis der vorhergehende gut trocken ist. Noch muß vorläufig bemerkt werden, daß zur Vergoldung mit gutem Gold rotes Poliment angewendet wird; soll Silber aufgelegt werden, welches man mit einem Goldlack überziehen will, so nimmt man gelbes Poliment. Ist das Poliment fertig aufgetragen und gut getrocknet, so überreibt man es wieder mit einem Stück recht weichem Wildleder ganz leicht und behutsam, bis es einen gleichmäßigen Glanz erhalten hat. Man stäubt es mit einem Haarpinsel gut ab und geht dann zur Vergoldung über, was auf folgende Weise geschieht: Man schneidet die Goldplättchen auf einem Vergoldekissen, welches flach mit Watte gefüttert und mit einem Stück Wildleder überzogen ist, zu kleinen Stücken, länglich oder ins Quadrat, wie man sie eben zu der Arbeit braucht, mit einem eigens dazu passenden zweischneidigen Vergoldemesser, taucht dann einen Haarpinsel in reinen unverfälschten Kornbranntwein, bestreicht damit auf der Arbeit ein so großes Stück, als die aufzulegenden Blättchen groß sind und hebt dann das Gold mit dem Anschießpinsel, welches ein ungefähr 3 Finger breiter Haarpinsel ist, dessen Haare in der Breite einzeln an einander gereihet sind. Die Haare streicht man vor dem Heben des Goldes an die Wange, an welche man etwas Talg gestrichen hat, damit sie das Gold leichter anziehen, und legt die Goldplättchen auf die bestrichene Stelle, was ohne Mühe geschieht, denn der Kornbranntwein zieht dieselben an, sobald man mit dem Pinsel daran kommt. Das Gold wird mit einem weichen Haarpinsel vollends angedrückt. Nach dem Vergolden läßt man den Kornbranntwein gänzlich vertrocknen und poliert mit einem Polierzahn oder Polierkolben von Agatstein, welcher dazu gearbeitet ist, die Stellen, welche vorspringen und vollen Glanz erhalten müssen, recht behutsam und so leicht als möglich, damit man ja keine Löcher reißt. Die tieferen Stellen bestreicht man mittels eines feinen Haarpinsels mit einer Mischung von Leimwasser und Kornbranntwein, läßt dies gut trocken werden und setzt dann das Matte auf. Zu diesem Matt nimmt man Safran und Curcuma zu gleichen Teilen, zerkleinert die Curcuma, tut beides in eine Glasflasche, und gießt soviel reinen Kornbrannntwein darauf, daß er kaum darüber weggeht. Diese Flasche bringt man in die Sonne, damit der Branntwein die Ingredienzen schneller auslaugt, doch verstopfe man die Öffnung gut, weil sich sonst der Geist verfliegt. Erscheint dieses Matt noch zu gelb, so mischt man etwas von dem auf gleiche Weise ausgesogenen Drachenblute hinzu, bis man die gewünschte Farbe erhalten hat.