Hexenküche: Die Rezeptsammlung zur alternativen Herstellung von Alltagsprodukten.
Hexenküche: Die Rezeptsammlung zur alternativen Herstellung von Alltagsprodukten.
Man sagt im Allgemeinen, dass die Äpfel baldmöglichst in den Keller gebracht werden müssen, damit die Haut hübsch straff und glatt, der Apfel saftig bleibe und nicht einschrumpfe. Bei allen saftige Äpfeln habe ich dies bewährt gefunden, wie z.B. bei Gravensteinern, Zitronenäpfeln, Prinzenäpfeln usw., aber nicht bei den reinetteartigen Äpfeln mit mehr trockenem Fleische. Wenn im Herbst das Obst gepflückt, lasse ich es zunächst etwa 14 Tage auf einem luftigen Boden ausbreiten. Danach werden die schönsten Früchte ausgelesen und in den Obstkeller gebracht, die übrigen bleiben liegen, bis sie nach und nach verbraucht sind. Hierbei hat es sich dann herausgestellt, dass alle Reinetten, die länger, etwa 4-5 Wochen auf dem Boden gelegen und infolgedessen eine schlaffere Haut bekommen, einen viel schöneren, gewürzigen Geschmack hatten, als die im Keller lagernden, trotz ihres schöneren Aussehens, auch das Fleisch war zarter, es ist mit einem Wort, als wenn sie reifer geworden wären. Seitdem ich dies bemerkt, lasse ich alle Reinetten, wie Parkers Pepping, Karmeliter-Reinette, Goldparmäne usw., so lange auf dem Boden liegen, bis die Haut beim Darüberstreichen sich nicht mehr glatt und straff, sondern schlaff anfühlt, etwa 4-5 Wochen, bis in den November hinein. Welk und runzelig dürfen sie natürlich nicht werden. Danach bringe ich sie in den Keller, wo sie sich dann halten, ohne weiter einzuschrumpfen, bis ihre Zeit um ist.